Florence Portelli im ZDF

Überraschung: Die Bürgermeisterin von Taverny, Florence Portelli, war im deutschen Fernsehen. Für das ZDF berichtete sie über die Lage in unserer Partnerstadt..

Hierzu berichtete Peter Werth für die Westfälischen Nachrichten:

Die Corona-Krise hat das Nachbarland Frankreich noch stärker im Griff als Deutschland. Die Lage angesichts der Situation in der Lüdinghauser Partnerstadt Taverny beschäftigt auch die Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG). Zwischen den Partnerschaftskomitees beider Städte gebe es derzeit regen Austausch per E-Mail, beschreibt Maria Edelbusch den Kontakt. Die Lüdinghauser DFG-Vorsitzende war zudem nicht gelinde überrascht, als sie am Samstagabend in der ZDF-Nachrichtensendung „Heute“ die Bürgermeisterin der Partnerstadt, Florence Portelli , im Interview erlebte.

Ausgestattet mit einem Mundschutz schilderte diese dort die Lage vor Ort. Freiwillige hätten in einer Turnhalle der Kommune eine Behelfsnotaufnahme eingerichtet. Dort würden Patienten mit Corona-Symptomen behandelt und – wenn nötig – isoliert. Für diese Aktion gebe es viel Unterstützung aus der Region, erklärte Portelli gegenüber dem ZDF . Mitmachen würden dabei beispielsweise auch pensionierte Ärzte und Medizinstudenten.

Edelbusch selbst hat von ihren Freunden und Bekannten in Taverny inzwischen erfahren, dass alle gesund sind. Niemand sei bislang vom Coronavirus betroffen. „Alle halten sich strikt an das Ausgehverbot der Regierung“, weiß sie. Ein Bekannter habe ihr geschrieben: „Wir haben seit 14 Tagen unser Haus nicht mehr verlassen. Aber wir sind nicht zu bemitleiden, denn es geht uns gut.“

Ursprünglich, so berichtete Edelbusch, hätten zu Ostern wieder Tavernienser nach Lüdinghausen kommen wollen – zum traditionellen Sprachkursus. Unter den 13 Gästen wären sechs Schüler gewesen. Diese Aktion sei allerdings vor dem Hintergrund der Corona-Krise abgesagt worden.

Florence Portelli, Bürgermeisterin von Taverny