100 Jahre nach Ende des 1. Weltkriegs: Bericht zur Taverny-Fahrt

Viele Lüdinghauser folgten einer offiziellen Einladung der Stadt Taverny und machten sich am letzten Wochenende auf den Weg dorthin, um am 11. November an den Feierlichkeiten zum Ende des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren teilzunehmen und dadurch ihre freundschaftlichen und friedlichen Beziehungen zur Partnerstadt zu vertiefen. Hier ein Bericht.

Schon am letzten Donnerstag ging das Jugendsymphonieorchester der Lüdinghauser Musikschule unter der Leitung von Elmar Koch auf die Reise, im Gepäck die Instrumente und ein gut einstudiertes Konzertprogramm. Zum ersten Mal fand ein Konzert statt, in dem die Lüdinghauser Musikschüler/innen mit den Tavernienser Kollegen zusammen unter dem Dirigat von Elmar Koch musizierten. Auf dem sehr abwechslungsreichen Programm standen u. a. eine Symphonie von Schubert, der Donauwalzer von J. Strauß, der Pink Panther von H. Mancini und als Höhepunkt zum Ende des Konzerts die Europahymne. E. Koch moderierte selbst das Konzert in fließendem Französisch. Die vielen Besucher im fast voll besetzten Theater bezeugten ihre Begeisterung über die dargebrachte Musik mit tosendem Applaus. Natürlich profitierten die Musikschüler aber auch von der Nähe zu Paris und machten einen Tagesausflug in die Hauptstadt.

Der städtische Beigeordnete Mathias Kortendieck und acht Vertreter der Deutsch-Französischen Gesellschaft wurden ebenfalls von Tavernys Bürgermeisterin Portelli willkommen geheißen. In einem offiziellen Festakt vor dem Konzert bezeugte M. Kortendieck das Mitgefühl zu den schrecklichen Ereignissen des 1. Weltkrieges mit den vielen Millionen Toten, und das auf allen Seiten. Er betonte: “Aus der Kraft der Versöhnung wurde Freundschaft. Dies ist ein wunderbares Geschenk.“ Maria Edelbusch als Vertreterin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Lüdinghausen appellierte daran, auch weiterhin für freundschaftliche Beziehungen zwischen den Städten zu sorgen und somit an der Basis für ein friedliches Europa zu bauen.

Während der Gedenkfeier am Sonntag, 11. November, legte M. Kortendieck als Gruß der Stadt Lüdinghausen einen Kranz mit weißen Rosen vor dem Ehrenmal der Stadt Taverny nieder. Bewegend war die Geste der Tavernienser Bürgermeisterin, die spontan Kortendiecks Hand ergriff, während sich beide vor dem Denkmal verneigten. Verbundenheit zwischen den Städten Lüdinghausen und Taverny machten die Musikschüler deutlich, indem sie gemeinsam die französische und die deutsche Nationalhymne sangen.

Dieser Eintrag wurde in 2018 veröffentlicht. Lesezeichen auf den permalink setzen.